MIT Sloan Management Review und Deloitte University Press Publikation

Rowing

Eine aktuelle MIT Sloan Management Review und Deloitte University Press Publikation mit dem Titel Aligning the Organization for Its Digital Focus stellt fest, dass von 3'700 befragten Führungskräften 90% davon ausgehen, dass in den kommenden Jahren ihre Branche von neuen digitalen Trends umgewälzt (disrupted) werden wird. Weniger als die Hälfte aber (44%) glauben, dass ihre Organisation gut aufgestellt ist, um auf die kommenden Herausforderungen der Digitalisierung angemessen reagieren zu können.

Immer mehr wird «Abwarten» zu einem grossen Risiko für das eigene Geschäftsmodell. Beispiele wie Kodak oder Nokia zeigen wie schnell ehemals florierende Konzerne von der Bildfläche verschwinden.

Die Studie hat auch aufgegriffen, wie die Befragten ihre Organisation in Sachen Maturität für die Digitalisierung beurteilen. 32% teilen sich eher einer frühen Phase zu, rund 42% sehen sich im Mittelfeld und 26% sehen sich als absolut führend auf ihrer digitalen Reise.

Die Studie hat auch spannende Erkenntnisse zu Tage gebracht über die Eigenschaften, welche Digitale Champions mitbringen und auf ihre Art und Weise Dinge anders machen:

  • Sie schaffen eine Kultur die Fehler erlaubt und so Innovation fördert. Zudem ist die Kultur grundsätzlich von einer hohen Agilität geprägt.
  • Sie sind eher an das Unternehmen gebunden, da sie sich mehr als andere ihre digitalen Fähigkeiten trainieren und sich so weiterentwickeln können.
  • Sie investieren ihrerseits in Talente mit digitalem Fokus an und könne diese auch halten.
  • Weiche Faktoren (z.B. Sozialkompetenz und Empathie) sind wichtiger als Technologiekompetenz.
  • Sie richten die Prioritäten der Weiterentwicklung von Kultur, Führung, Struktur und Prozesse aufeinander aus und lassen die Organisation so lernen, mit den Anforderungen einer Digitalen Wirtschaft umzugehen.

Gerade der letzte Punkt scheint einen entscheidenden Unterschied auszumachen, da als wichtigste Hürde für eine schnelle und effektive Umsetzung der Digitalisierung innerhalb des Unternehmens «zu viele konkurrenzierende Prioritäten» genannt werden.

Die Studie findet man unter folgendem Link.

(Bildnachweise: Studiendeckblatt)